Spurensuche Stammeltern Kathe / Herting

Von 1762 zurück in die Gegenwart

 

Vorwort

Irgendwann im Leben stellst du dir die Frage: Wer und was waren eigentlich meine Vorfahren?

Gut, du kannst Oma und Opa befragen. In jungen Jahren hat man aber meist andere Interessen. Dann nimmt das eigene Leben seinen Lauf. Meist plötzlich und unerwartet hast du den Zeitpunkt verpasst und du kannst die Großeltern nicht mehr befragen, es gibt keine Antworten auf Fragen.

Einst einfache Antworten werden nun zu einer mühsamen zeit- und kostenträchtigen Suche in Archiven.
Gott sei Dank schreitet die Digitalisierung von Personenstandsunterlagen und Kirchenbüchern voran und vielfach findet man heute schon Unterlagen, für die man früher zeitintensiv Archive anfahren und aufsuchen musste.

 

Wäre die Entwicklung der Menschheit von Anfang an von preußischen Verwaltungsbeamten dokumentiert wurden, wäre die eigene Abstammung leicht nachvollziehbar.
So ist es aber nicht.

Die Menschheit musste lernen, das gesprochene Wort festzuhalten. Die Entwicklung der Schrift setzte erst vor ca. 5000 Jahren ein. Dann musste ein Datenträger gefunden werden, um die Schrift festzuhalten. 4000 Jahre hat die Entwicklung von Ton- und Steintafeln über Papyrus bis zur Schöpfung von Papier gedauert. Ein langer Prozess, den die geschaffenen Datenträger meist nicht überstanden. Friedliches Zusammenleben fällt der Menschheit schwer. Krieg und Zerstörung haben viele Dokumente wieder zerstört. Die Namensgebung für Personen entwickelte sich im 14. bis 16. Jahrhundert. Erst mit dem 1875 erlassenen „Personenstandsunterlagen-Gesetz“

findet man älter Personendaten in Stadtarchiven und jüngere (bis 30 Jahre) beim Standesamt.

 

Spurensuche

Die Spurensuche wurde zunächst von dem Umstand begünstigt, dass die Brüder Karl und Adolf in den 1930er Jahren eine Stelle im öffentlichen Dienst anstrebten und dazu einen Ahnennachweis (um was es sich dabei handelt, will ich hier nicht betrachten) benötigten. Von Karl liegt er vor, Adolf hat seinen nach dem II. Weltkrieg vernichtet und die meist identischen Daten niedergeschrieben.

 

Daher sind die bisher nachvollziehbaren Stammeltern bekannt.

Es handelt sich um:

 

Johann Caspar Kathe und Maria Johanna Herting.

Beider Geburtsdaten sind noch unbekannt. Ihre Kirchenbucheinträge sind noch nicht ermittelt.

 

In der Familienforschung werden bevorzugt die männlichen Nachkommen in gerader Linie betrachtet und so werde ich es nachfolgend ebenfalls tun.

 

Erkenntnisse

1. Generation

Maria Johanna Herting ist eine Mühlhäuser Bürgerstochter

 

 

Johann Caspar Kathe erhält am 02. August 1814 den Bürgerbrief

 

 

Auszug:

Mühlhausen, 2. August 1814

Maurer Johann Caspar Kathe in Nr. 168

Da der Maurer Kathe sich schon seit ungefähr 3 Jahren hier aufgehalten hat und mit eines hiesigen Bürgerstochter verheiratet ist, …

 

Damit ist zu vermuten:

1. Maria Johanna Herting ist in Mühlhausen geboren.    (Geburtsdatum, Quelle ?)

2. Johann Caspar Kathe ist ca. 1811 nach Mühlhausen gezogen.
Seine Herkunft ist noch nicht geklärt.
3. Johann Caspar Kathe hat zwischen 1811 und 1814  Maria Johanna Herting geheiratet. ( der Nachweis wäre noch zu erbringen.

 

Ein erster Nachweis der Familie Herting in Mühlhausen findet sich im Hausbesitzerbuch von 1762.